Selbsthilfefreundliches Krankenhaus
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Erstmalig in Österreich: Gesichtsrekonstruktion mittels 3D geplanten Knochen und Blutgefäßen aus dem Becken

Diese Form der OP bringt weniger Risiken und optimale Ergebnisse.


Die Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie am Klinikum Klagenfurt am Wörthersee wandte als erste Spitalsabteilung in Österreich ein spezielles Verfahren an: „Einem Krebspatienten musste ein Teil des Kiefers entfernt werden, da der Tumor dieses bereits zerstörte. Der neue Knochen für den Kieferaufbau wurde aus der Hüfte entnommen“, erklärt Oberarzt DDr. Sascha Virnik. Das Neue daran: „Erstmals wurde diese aufwendige Operation vorab in 3D am Computer detailliert geplant.“


Das Ergebnis ist bemerkenswert. „Die Ästhetik wurde entschieden verbessert. Mit dieser Technik kann man sehr präzise arbeiten, was sich natürlich am Ergebnis auswirkt“, so Virnik. Bisher wurden die Knochen während der OP manuell von dem operierenden Chirurgen zugeschnitten. „Das brachte natürlich keine optimalen Ergebnisse“, sagt der Oberarzt. Doch nicht nur das Ergebnis, auch Komplikationen nach der Operation wurden mit dieser Technik reduziert. „Dadurch, dass der Knochen perfekt passt und sich an den noch bestehenden Kieferknochen anfügt, treten weniger Infektionen auf, die eine zweite Operation zur Folge haben können“, erklärt der Mund-Kiefer-Gesichtschirurg.

Am Computer erkennt der Mediziner schon vor der rund 18-stündigen Operation welches Teil der Hüfte als Kieferersatz passt. Der lange Eingriff wurde aber auch schonender: Durch die präzise Planung, wird dem Patienten um ein Drittel weniger Hüftknochen mit den dazugehörigen Blutgefäßen entnommen.

Im Klinikum Klagenfurt am Wörthersee werden solche Operationen im Schnitt zwei Mal pro Woche durchgeführt.
Um die neue Technik einem breiten Fachpublikum vorzustellen, wurde der Klagenfurter Oberarzt nun als Vortragender an die Uniklinik Wien eingeladen.