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Abteilung für Allgemein- und Viszeralchirurgie

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Therapie der Peritonealkarzinose-HIPEC

Leitung:
Prim. Univ.-Prof. Dr. Reinhard Mittermair, FACS, FEBS

Ärzteteam:
EOA Dr. Oliver Langer
OA Dr. Bertwin Kohlmaier
OA Dr. Darko Sklepic

 

HIPEC bedeutet hypertherme intraperitoneale Chemotherapie. Dieses Verfahren wird eingesetzt, wenn es im Verlauf einer Tumorerkrankung zu einer Streuung von Tochtergeschwülsten in die Bauchhöhle - im Besonderen zu einem Befall des Bauchfells (Peritoneum) - gekommen ist.

 

Die Therapie der Peritonealkarzinose besteht aus der chirurgischen Entfernung der sichtbaren Tumormasse und einer HIPEC des Bauchraums. Hierbei wird ein Chemotherapeutikum mit Hilfe der Herzlungenmaschine bei ca. 42°C für 60 – 90 min. lokal im Bauchraum verteilt.


Bei einer HIPEC wird das Chemotherapeutikum „vor Ort – im Bauchraum“ gegeben. Dies ermöglicht eine wesentlich höhere Gabe der verwendeten Substanz als bei einer systemischen Therapie. Der im Zielgewebe, dem Tumor, erreichte chemotherapeutische Wirkstoffspiegel ist dadurch wesentlich höher, gleichzeitig können die systemischen Nebenwirkungen reduziert werden.

Die hypertherme Tumorbehandlung hat den Vorteil, dass Tumorzellen generell sehr empfindlich auf Hitze reagieren. Zusammen mit dem speziell bei der Behandlung der Peritonealkarzinose verwendeten Medikament, ist in Studien eine Steigerung der Wirkung durch die Kombination mit Wärme nachgewiesen.
Aufgrund neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse hat sich an spezialisierten chirurgischen Zentren in den letzten Jahren eine aufwendige, kombiniert chirurgisch / medikamentöse, Therapie zur Behandlung dieser Erkrankung etabliert - die sogenannte HIPEC.

Die Auswahl der Patienten, die für eine solche Therapie in Frage kommen, ist nicht einfach und muss im Einzelfall durch den behandelnden Chirurgen und den betroffenen Patienten entschieden werden.

 

Wann soll die zytoreduktiven Chirurgie plus HIPEC angewendet werden?

 

Bisher konnte in wissenschaftliche Studien die Effizienz dieses Therapieverfahrens für folgende Tumoren dokumentiert werden:

  • Appendixkarzinom
  • Pseudomyxoma peritonei
  • Peritoneales Mesotheliom
  • Colorektales Karzinom
  • Magenkarzinom
  • Primäres Adenokarzinom des Peritoneums
  • Ovarialkarzinom (primäre und sekundäre Therapie)
  • Dünndarmkarzinom