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Klinikum Klagenfurt » 3. Internationaler Tag der Patientensicherheit: „Speak Up! – Wenn Schweigen gefährlich ist“

14 / September / 2017

3. Internationaler Tag der Patientensicherheit: „Speak Up! – Wenn Schweigen gefährlich ist“

Zum dritten Mal veranstaltet die Plattform Patientensicherheit den Internationalen Tag der Patientensicherheit, der am 17. September 2017 stattfindet. Im Mittelpunkt steht die Kommunikation: „Speak Up! – Wenn Schweigen gefährlich ist“. Anlässlich dieses Aktionstages machen die Häuser der KABEG auf ihre Maßnahmen zu Patientensicherheit aufmerksam.

Verwechslungsgefahr von Patienten, leichte Übertragbarkeit von Krankheiten durch mangelnde Hygiene, vertauschte oder sich gegenseitig beeinflussende Medikamente sowie Kommunikationsfehler. Die Risiken in Krankenhäuser können vielfältig sein. Die Mitarbeiter der KABEG sind bestrebt diese und andere Gefahren zu erkennen und zu reagieren, bevor ein Schaden entsteht.

Anlässlich des Internationalen Patientensicherheitstages am 17. September 2017 machen die Häuser der KABEG – das Klinikum Klagenfurt am Wörthersee, die LKH Villach, Wolfsberg, Laas und die Gailtal-Klinik – auf ihre regelmäßigen Maßnahmen zum Thema „Speak Up! – Wenn Schweigen gefährlich ist“ aufmerksam.

Laut Definition der Schriftenreihe Patientensicherheit Schweiz hat „Speak Up!“ zum Ziel, in konkreten Situationen die Sicherheit von Patientinnen und Patienten zu verbessern:

·         Kolleginnen und Kollegen auf riskante Verhaltensweisen und Sicherheitsprobleme ansprechen und Bedenken äußern

·         Sorgen oder Zweifel ausdrücken, wenn die Sicherheit eines Patienten gefährdet sein könnte

·         Fragen stellen und Unklarheiten klären

·         Ideen und Vorschläge vorbringen, um ein Sicherheitsrisiko zu reduzieren

·         Gesten nutzen, um auf eine riskante Handlung oder eine sicherheitsrelevante Situationen hinzuweisen

In allen Häusern der KABEG werden regelmäßig Schulungen bzw. Fortbildungen durchgeführt, Broschüren für Mitarbeiter und Patienten aufgelegt bzw. Vorträge organisiert.

Klinikum Klagenfurt am Wörthersee:

Ein Schwerpunkt des Klinikum Klagenfurt ist 2017 die „Aktion Saubere Hände“, eine Kampagne zur weiteren Verbesserung der Händedesinfektion.

2018 wird ein Simulationszentrum in Betrieb genommen, in dem medizinische und in weiterer Folge organisatorische Abläufe unter weitgehend realen Bedingungen trainiert werden können. Damit wird die Patientensicherheit weiter gesteigert.

Aber auch die immer älter werdende Bevölkerung ist ein Thema der Patientensicherheit in Klagenfurt. Um den Bedürfnissen der älteren Menschen verstärkt Rechnung zu tragen, wird Ende 2017 am Klinikum Klagenfurt - als erstem Haus in Kärnten - ein Alterstraumatologisches Zentrum etabliert. Hier ist eine enge Kooperation zwischen den Unfallchirurgen und den Geriatern geplant. Zudem beschäftigt sich das Projekt „age friendly hospital“ ebenfalls mit speziellen Maßnahmen für diese Patientengruppe.

LKH Villach:

Das LKH Villach befasst sich laufend mit dem Thema „Patientensicherheit“. So fand erst Anfang September 2017 eine Hoch-Risiko-Übung im LKH statt. Die Annahme: Ein Mann steckte sich bei einer Reise nach Saudi Arabien mit einem gefährlichen und hochansteckenden Virus an. Neben regelmäßigen Schulungen und Fortbildungen für die Mitarbeiter, stehen Broschüren für Personal und Patienten zur Verfügung. Das Risikomanagement gibt Risikoprotokolle aus, mit denen Mitarbeiter auf Prozesse aufmerksam machen können, bei denen Optimierungsbedarf besteht. Zudem wird eine intensive Sicherheitskultur gefördert, in der sich Kollegen untereinander auf potentiell riskante Verhaltensweisen ansprechen und Bedenken äußern.

LKH Wolfsberg:

Jährlich stehen im LKH Wolfsberg zahlreiche Schulungen zur Patientensicherheit am Programm. Vor einigen Monaten fand im LKH Wolfsberg eine Katastrophenübung mit dem Szenario „Hochrisikoinfektion“ mit folgendem Szenario statt: Ein bereits stationär aufgenommener Patient litt an einer Hochrisikoinfektion. Aufgabe des LKH Wolfsberg war die Versorgung des Patienten bis zur Übergabe an das Rote Kreuz und seiner Überstellung in das Klinikum Klagenfurt. Übungsziel waren die Nachbildungen möglichst realistischer Zeit- und Verfahrensabläufe. Im Rahmen der Übung wurde auch die Funktionalität der Checklisten des Alarm- und Einsatzplans überprüft und das An- und Ausziehen der persönlichen Schutzausrüstung geübt. Das ganze Jahr über werden den Mitarbeitern mehrere Broschüren, etwa von der Plattform Patientensicherheit, des Aktionsbündnisses Patientensicherheit sowie der Patientensicherheit Schweiz, zur Verfügung gestellt.

LKH Laas:

Im LKH Laas werden alle Mitarbeiter jährlich zur Patientensicherheit geschult. Zudem werden Fortbildungen angeboten. Außerdem liegen mehrere Broschüren zum Thema auf. Besonders wichtig dabei: Die Händehygiene.

Gailtal-Klinik:

„Kommunikation“ wird jedes Jahr bei einem interdisziplinären Workshop mit externen Experten thematisiert. 2017 war Univ.-Doz. Dr. Gerald Gatterer zu Gast, der über „Konstruktive Beziehungsarbeit mit Menschen, die herausforderndes Verhalten zeigen“, referierte. Ergänzend fanden auch heuer wieder interner Fortbildungen statt. Zum Thema „Patientensicherheit wird außerdem monatlich eine „Sicherheitsschulung für Patienten“ angeboten. Diese Schulungen beinhalten Informationen über die sechs Patientensicherheitsziele der WHO mit dem Schwerpunkt Händehygiene.